Umsetzung O-Plan?

27. August 2009

Rückschritt in den Kindertagesstätten befürchtet!

Der Landeselternrat für Kindertagesstätten Baden-Württemberg e.V. und das Kita-Bündnis Baden-Württemberg befürchten, dass durch globale Wirtschaftskriese und die damit verbundenen Steuerausfälle der Kommunen der ab Herbst 2009 in den Kindergärten landesweit geltende Orientierungsplan nicht verbindlich eingeführt wird.

In wie weit sind die Kindertageseinrichtungen betroffen?

Die Hoffnung auf die Verbesserung der Strukturqualität, wie kleinere Gruppen, um die neuen Anforderungen in den Einrichtungen umsetzten zu können, würden damit für uns Eltern und die Erzieher/innen zerschlagen! Die Aufgaben der Erzieher/innen und die Anforderungen an die Einrichtungen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Sag‘ mal was, das Programm zur Sprachförderung der Landesstiftung, die verbindlichen Einführung des Orientierungsplans mit der Erstellung von Entwicklungsdokumentationen für jedes Kind und die neukonzipierte Einschulungsuntersuchung greifen ineinander und sollen die individuellen Lebenschancen insbesondere von Kindern verbessern.

Die Frage ist, welchen Stellenwert die Kommunen, die Landesregierung und die Gesellschaft diesen neuen Wegen in den Kindertageseinrichtungen einräumt. Liegt ihnen die Verbesserung der Lebenschancen aller Kinder in Baden-Württemberg am Herzen, kommen Sie um die verbindliche Einführung des Orientierungsplans nicht herum. Um dieses Ziel zu erreichen, muss das Land Baden-Württemberg auch in diesem Bildungsbereich seinen Beitrag an den auf die Kommunen zukommenden Mehrkosten leisten!

Gerade in schwierigeren Wirtschaftslagen gehören Investitionen in dem Bildungsbereich zu den absolut unverzichtbaren Maßnahmen, weil davon die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft in besonderem Maße abhängig ist. Da bei der gegenwärtigen Arbeitsmarksituation die Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen weiter zunimmt, muss – wenn auch künftig genügend Fachkräfte und ausgebildetes Personal zur Verfügung stehen sollen – jetzt vermehrt in Bildung statt in neue Fußballstadien, Denkmale oder Kulturprojekte investiert werden.

Es geht also um die richtige politische Prioritätensetzung, die gerade in schweren Zeiten auch mal gegen den Einfluss wichtiger Interessenverbände getroffen werden muss. Es geht um die Glaubwürdigkeit und Handlungsfähigkeit der politischen Entscheidungsträger auf allen Ebenen!

Für den Landeselternrat Kindertagesstätten Baden-Württemberg (LER) e.V.

Peer Giemsch (1. Vorsitzender)

Jürgen Zimmermann (stellv. Vorsitzender)

ler-kita-bw@freelists.org

Für das Kita-Bündnis Baden-Württemberg

Petra Fritsch (1. Vorsitzender)

Christel Ulmer (3. Vorsitzende)

kitabuendnis@yahoogroups.de

Für das Kita-Bündnis und den LER, Autor Jürgen Zimmermann

Mitteilung als pdf:

Presse Rückschritt befürchtet


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